Tony Ortega ging der Frage kurz nach der Inauguration von Donald Trump am 20. Jänner 2017 nach. Er kam zum Schluss, dass es bisher sehr wenige Querverbindungen gibt: Trump hatte 2006 1.000 Dollar an den New York Rescue Workers Detoxification Fund, der Scientology zuzuordnen ist, gespendet und er ist freundschaftlich mit Floridas Bundesanwalt Pam Bondi verbunden, der wiederum Freundschaften mit Scientologen pflegt.

Ansonsten gibt es nichts, was eine Verbindung dokumentiert.

Dass bedeutet aber nicht, dass Trump in Zukunft anfällig sein könnte. Seine Einstellung an sich, seine Vorgangsweise und sein Umgang mit den Tatsachen ähneln sehr jenen von Scientology.

Als Beispiel dienen dabei die „Alternativen Fakten“, die es bereits zu einem Wikipediabeitrag gebracht haben und so auch von Scientology stammen könnten: KellyAnne Conway (Foto), Beraterin des US-Präsidenten, sah diese gegeben, als es um die Inauguration und die anwesende Menschenmenge ging – im Vergleich 2009 (Obama) und 2017 (Trump) …

Blog 14 Kellyanne Conway

Obwohl es offensichtlich ist, verteidigte Conway den Pressesprecher Sean Spicer, der behauptet hatte, dass „es das größte Publikum war, das jemals bei einer Vereidigung dabei war, sowohl vor Ort als auch weltweit“.

Blog 14 2009 2017

Der Moderator der CNN-Fernsehsendung fragte Conway, warum der Präsident den Pressesprecher aufgefordert hatte, dahingehend die Unwahrheit zu sagen? Conways Antwort: „Sean Spicer, unser Pressesprecher, hat dazu alternative Fakten dargestellt.“

Todd hielt dagegen, dass „alternative Fakten unwahre Aussagen seien“, worauf Conway meinte, dass „es kein Verfahren gebe, um Menschenmengen sicher zu quantifizieren.“ Sie beschwerte sich im Verlauf des CNN-Interviews auch über die Absicht Todds, sie ebenso wie die neue Regierung lächerlich erscheinen zu lassen.

Kommt einem bekannt vor?

Es ist daher fast logisch, dass Scientology versucht, auf den Präsidenten selbst bzw. auf dessen Umfeld, Einfluss zu nehmen. Wie ich bereits ausgeführt habe, z.B. mit Trish Duggan und dem omnipräsenten Grant Cardone …

Blog 8 4 Trish Duggan Donald Trump

Blog 8 9 Trish Duggan Kellyanne Conway

Was in Zukunft zu erwarten ist?

Wenn sich Donald Trump auf seinem Posten hält, was für die nächsten 4 Jahre aus momentaner Sicht zu erwarten ist, kann es schon passieren, dass er Duggan, Cardone & Co. in seinem Freundeskreis aufnimmt – und damit Scientology. Man muss nur die Weltbilder der Herrschaften vergleichen, um sehr viele Parallelen festzustellen.

Und verfügt Scientology nicht über einen höchst effizienten Geheimdienst und hat auch sonst wirksame „Verteidigungsmechanismen“ zu bieten? Die Erderwärmung könnte man z.B. auch mit den Schweinereien von Fürst Xenu wunderbar hinweg erklären.

Fazit: Aus meiner Sicht war Scientology noch nie so knapp vor dem Zentrum der Macht. Oder anders ausgedrückt: Zwei, gelinde gesagt, verhaltensoriginelle Persönlichkeiten könnten BFF werden, Tom Cruise als Best Friend Forever von David Miscavige bald ausgedient haben und die Scientologen dem entsprechend Krawatten im Trump-Stil tragen.

Blog 14 Trump Tie

In diesem Zusammenhang sehr zu empfehlen: Der Twitter-Blog Trump’s Ties, aus dem das obige Foto stammt …

Hier noch zwei Artikel in Die Zeit und FAZ zum Thema Alternative Fakten

 

 

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