Einem aufmerksamen Leser entging ein Eintrag in der Ediktdatei nicht und so entdeckte er die Einleitung des Konkursverfahrens gegen die AQUAPOL wasserpolarisationstechnische Geräte Geselllschaft b.m.H. – die erste Tagsatzung ist am 5. Februar 2019 angesetzt; „die Schließung des Unternehmens wird angeordnet“.

ediktdatei

Dazu auch der Alpenländische Kreditorenverband (AKV)

Tragweite bekommt diese Meldung, wenn man ihr „Ing. Wilhelm Mohorn“ (Foto) und „Scientology“ hinzufügt.

Hinter Aquapol steht Mohorn, der neben der Propagierung einer umstrittenen Mauertrockenlegungsmethode auch ein Big Name von Scientology in Österreich war und ist. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Caroline, die ihrerseits wiederum als Präsidentin des sogenannten Scientology Celebrity Centers agiert, bot er in den letzten Jahren den „Rahmen“ für die Expansionspläne des Psychokults.

Die Spuren der Mohorns fanden/finden sich u.a. in den E-Mail-Leaks der letzten Jahren, als die Umtriebigkeiten des Firmenchefs bekannt wurden, dieser zum Senator der Wirtschaft „aufstieg“, wo er in der ÖVP nahen Wirtschaftsorganisation die Philosophie Hubbards unter die Leute bringen wollte – hier zu finden.

Ehefrau Caroline wiederum nahm sich der Exekutive an und pflegte den Kontakt zu einem hochrangigen Polizeioffiziers – hier nachzulesen …

Neben anderen Spuren ist es vor allem der Umstand, dass das angesprochene Celebrity Center seine Räumlichkeiten in einer Immobilie von Mohorn hat, der die Perspektiven offenbart: Mit dem Konkurs von eben diesem, dürfte dessen Dasein als Big Spender beendet sein und unabhängig der weiteren Besitzverhältnisse das Thema „Miete“ in den Mittelpunkt rücken, die man bisher ehr interfamilär regeln konnte. Während die andere Scientology-Organisation in Wien-Mariahilf seit jeher mit mehr oder weniger offenen Mieten kämpfte – hier ein Link -, ersparte sich jene im 23. Bezirk dieses Thema bisher. Damit sollte es vorüber sein.

Zu hoffen bleibt aus Mohorns Sicht, dass wenigsten dessen roter Porsche nicht vom Konkurs betroffen ist – wäre doch schade, wenn er bei seiner Rückkehr ins heimatliche Reichenau nicht mehr erkannt werden würde.

Am 5. Februar könnte man mehr wissen – bis dahin ein Link zu weiteren Leaks …

Foto: QEG Forum/FOG